-->

Wege aus der Depression

Juli 25, 2009 von Redaktion  
Gespeichert unter Gesundheit, Top Thema

mann-denkenDie häufigste psychische Krankheit in Deutschland ist die Depression. Ein langanhaltendes psychisches Tief, welches von melancholischen und hoffnungslosen Gefühlen geprägt ist und von Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwäche, Antriebsarmut und innerer Unruhe begleitet wird.

Doch wie findet man einen Weg aus diesem Leid?
Als erstes sollte vom Arzt ausgeschlossen werden, dass die Depressionen durch eine Fehlfunktion der Schilddrüse ausgelöst werden oder andere körperliche Ursachen wie zum Beispiel Serotonin-Mangel, haben.

Wurden die Depressionen durch ein oder mehrere Ereignisse ausgelöst – ob diese in der Vergangenheit liegen oder erst kürzlich stattgefunden haben, spielt keine Rolle – gibt es zahlreiche Methoden, seine Krankheit einigermaßen in den Griff zu bekommen.

Wichtig ist, dass der Depressive seine Krankheit vor anderen nicht zu verbergen versucht, sondern offen damit umgeht und viel mit anderen Menschen (Freunde, Familie, Leidensgenossen) darüber spricht. Wer seine Gefühle unterdrückt oder verdrängt, macht sich selbst unglücklich. Ein offener Umgang sowie das Zulassen der Gefühle fördern den “Heilungsprozess“ und befreien die Seele ein Stück weit.
Eine andere Möglichkeit, seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen, ist das Schreiben von Gedichten und Geschichten.

Ebenso sind Basteln, Malen und Musizieren Wege, seine aktuellen Gefühle zu zeigen. Wer von innerer Unruhe geplagt ist und einfach nicht zur Ruhe kommt, dem empfiehlt sich das Hören ruhiger oder klassischer Musik, wobei von melancholischen Stücken abzuraten ist, da diese das Gefühl der Niedergeschlagenheit verstärken können. Ebenfalls ratsam sind Atemübungen, bei denen genau auf die Atemführung geachtet werden sollte.

Die Therapie – Kein leichter, aber wirksamer Schritt
Viele Kranke sträuben sich vor einer Therapie, doch bei der „Bekämpfung“ einer psychisch verursachten Depression ist der Gang zum Therapeuten am hilfreichsten. Ein Neurologe oder Psychiater kann bei der Entscheidung behilflich sein, welche Art der Therapie am sinnvollsten ist und ob eventuell eine zusätzliche Behandlung mit Medikamenten wie Antidepressiva erforderlich ist.

Eine Therapie – sei es eine Gesprächs-, Verhaltens- oder Psychotherapie – bietet dem Erkrankten Unterstützung bei der Bewältigung der Probleme. Außerdem wird die schmerzvolle Vergangenheit aufgearbeitet und notwendige Schritte in die Wege geleitet, um psychisch damit abzuschließen. Des weiteren bekommen die Patienten sinnvolle und durchdachte Ratschläge, durch die sie lernen, aus einem anderen Blickwinkel auf das Leben zu schauen, wodurch oft große Fortschritte erzielt werden können. Man lernt, mit schwierigen Situationen besser bzw. anders umzugehen und nicht gleich den Kopf in den Sand zu stecken, sobald Konflikte auftreten. Ebenso erfährt und erarbeitet der Depressive während seiner therapeutischen Behandlung einiges über seine Krankheit und deren Auswirkungen auf das Umfeld, was nicht nur zum Verständnis des eigenen Verhaltens führt, sondern ebenso dem besseren Umgang mit den Mitmenschen dient.

Allein aus der Depression?
Alleine aus dem Teufelskreis einer depressiven Episode zu gelangen ist sehr schwierig und nahezu unmöglich. Deshalb ist jedem Erkrankten, der mit Depressionen oder ähnlichen psychischen Krankheiten zu kämpfen hat, zu einer Therapie zu raten. Der Weg, eine Depression zu bewältigen bzw. mit ihr leben zu können, ist lang und steinig. Doch wer sich nicht selbst aufgibt, sondern auch in harten und schmerzvollen Zeiten kämpft und den Mut nicht aufgibt, wird es schaffen. (Ina Wanders)

Lesermeinung

Was denken Sie zu diesem Thema.
Wenn Sie Ihren Kommentar mit Bild versehen wollen, einfach diesem Link folgen: gravatar!