Pilates – Stark auf die sanfte Art
Juli 8, 2009 von Redaktion
Gespeichert unter Sport, Top Thema, Wellness Tipp
Nahezu jedem, der sich mit Fitness und Wellness beschäftigt, ist Pilates ein Begriff. Diese Trainingsform sieht so entspannend aus – ist aber höchst effizientes Training für Ihre Tiefenmuskulatur. In vielen Instituten und Studios ist Pilates heute nicht mehr aus den Kursprogrammen wegzudenken – doch wo liegen die Wurzeln und was steckt dahinter?
Deutscher Erfinder und Namensgeber
Ein junger Deutscher sah sich von frühester Kindheit an mit unheilbaren Erkrankungen des Bewegungsapparats konfrontiert. Doch anstatt sich selbst zu bemitleiden, kämpfte er gegen sein Schicksal und entwickelte Übungen, die ihm später zu Ruhm und Bekanntheit verhelfen sollten. Joseph Pilates (1880-1967) wanderte zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Amerika aus, eröffnete sehr bald sein erstes eigenes Trainingsstudio und blieb stets folgendem Leitsatz treu: Alle Kraft kommt aus der Körpermitte. Bezüglich der Wirkung seines Programms behauptete er: Nach 10 Sessions fühlen Sie sich besser. Nach 20 sehen Sie besser aus. Und nach 30 besitzen Sie einen neuen Körper.
Vereinigung von westlichen und fernöstlichen Trainingsmethoden
Pilates orientierte sich bei seiner Übungskreation schon früh an fernöstlichen Trainingsmethoden, wie z.B. Yoga, die auf eine fließende Atmung und eine gute Grundspannung der Tiefenmuskulatur des Rumpfs abzielen. Den größten Teil der Haltearbeit verrichtet dabei das so genannte “Powerhouse”. Hierzu zählen die schrägen und queren Bauchmuskeln, der Beckenboden, sowie die tief liegenden Rückenmuskeln. Diesen Bereich sollten Sie während des gesamten Trainings angespannt halten und den Bauchnabel nach innen ziehen. Das sanfte und dabei durchaus effektive Programm vereint westliche Präzisionstechniken mit fernöstlichen Methoden.
Pilates Neu
Nachdem sowohl der Name, als auch das Programm im Lauf der Jahre etwas in Vergessenheit geraten waren, wurde es Ende des Jahrhunderts von einigen namhaften Größen der amerikanischen Fitnessbranche wiederentdeckt bzw. neubelebt. Während das Workout zur Zeit seines Erfinders noch hölzern und statisch wirkte, legen die Instruktoren und Trainer der heutigen Pilates-Bewegung sehr großen Wert auf ein stimmiges Stundenbild mit wirkungsvoller Hintergrundmusik und Symbolen zur optimalen Übungsanleitung. So wurden die Trainingsmethoden den Anforderungen der modernen Sportmedizin angepasst. Heute gibt es ca. 500 verschiedene Übungen – für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis.
Was Sie vor Übungsbeginn beachten sollten
Da man sich nach einem anstrengenden, hektischen Tag nicht von einem auf den anderen Moment entspannen kann, sind folgende Vorbereitungen wichtig und hilfreich: Kommen Sie an einem Platz Ihrer Wahl zur Ruhe, und konzentrieren Sie sich auf eine harmonische Atmung. Atmen Sie tief durch die Nase in den Brustkorb ein und durch den Mund wieder aus. Dabei stabilisieren Sie Ihre Körpermitte. Versuchen Sie stets locker zu bleiben – vor allem die Schultern sollten nicht verkrampfen. Nun brauchen Sie etwas Zeit und Geduld, doch bei regelmäßigem Praktizieren ist der Benefit bei Pilates enorm: Es strafft den Körper und sorgt für Beweglichkeit, eine verbesserte Haltung, Kraftausdauer und mehr Körperbewusstsein. – Außerdem lernen Sie durch dieses Workout Körper und Geist gemeinsam kontrolliert und konzentriert einzusetzen.
(Autor Helge Trach)
Viel Erfolg dabei!





